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Petplay

Kopf aus, Instinkt an: warum so viele in der Szene auf vier Pfoten entspannen.

Lederhalsband in Nahaufnahme

Was ist Petplay?

Petplay ist ein Rollenspiel, bei dem eine Person die Rolle eines Tieres einnimmt: das Pet. Die Gegenseite wird Owner oder Handler genannt. Wichtig dabei: Die Rollen sind flexibler, als Klischees vermuten lassen. Das Pet ist nicht automatisch devot, der Owner nicht automatisch dominant, und Petplay muss überhaupt nicht im BDSM-Kontext stattfinden. Außerhalb davon ist es schlicht ein intensives Rollenspiel, bei dem der Kopf Urlaub von der Menschenrolle macht.

Welche Tiere gibt es?

Die Klassiker sind Hund (Pup), Katze (Kitten), Pony oder Pferd und sogar die Kuh. Daneben ist fast alles vertreten, was die Fantasie hergibt: Füchse, Raubkatzen, Waschbären, Drachen oder Einhörner. Es gibt keine offizielle Liste und keine falsche Wahl. Welches Tier passt, entscheidet allein dein Gefühl.

Sexuell oder nicht?

Für manche hat Petplay einen starken sexuellen Reiz, für viele andere ist es komplett unsexuell: Entspannung, Spiel, Geborgenheit. Beides ist völlig in Ordnung, und auch ein rein asexuell gelebtes Petplay ist richtig so, wie es ist. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, es kommt allein auf deine Vorlieben an.

Eine Grenze ist dabei nicht verhandelbar: Petplay hat nichts mit Zoophilie zu tun, und beides gehört auch nicht in einen Topf. Hier spielen ausschließlich erwachsene Menschen miteinander, als Fetisch im Rahmen eines sicheren, einvernehmlichen und verantwortungsbewussten Rollenspiels.

Was brauche ich? Erstmal nur deinen Kopf.

Das wichtigste Utensil kostet nichts: der Petspace. So heißt die kleine Tierwelt in deinem Kopf, die dich denken und reagieren lässt wie dein gewähltes Tier, ähnlich einer leichten Trance in der Hypnose. Manche rutschen sofort hinein, andere brauchen Übung, Gear oder eine vertraute Person, die den Rahmen hält.

Alles Weitere ist optional und wächst mit dir: erst vielleicht ein Halsband, später Knieschoner, eine Haube oder ein kompletter Suit. Erlaubt ist, was gefällt und was der eigene Geldbeutel hergibt.

Latex im Petplay

In unserer Community spielt Latex naturgemäß eine große Rolle. Viele Pets tragen es schon im Namen und nennen sich Latexpet, Latexdog, Latexpony oder Latexkatze. Die Hersteller haben sich darauf eingestellt: Es gibt Suits mit Fellzeichnung, etwa in der Farbgebung eines Huskys oder anderer Rassen, dasselbe für Ponys und Katzen, dazu sehr realistische Latexmasken fürs jeweilige Tier, spezielle Pfoten für Hände und Füße und für Ponys sogar Hufe aus Latex. Masken gibt es auch aus Silikon.

Auch der Owner darf glänzen: von der Latexuniform für den Hundehalter bis zum Latex-Reitdress für den Ponyowner. Nichts davon ist Pflicht und nichts muss eins zu eins übernommen werden. Hauptsache, alle fühlen sich wohl.

Rudel & Community

Petplay ist eine der offensten und sozialsten Ecken der Fetisch-Welt: Bei Moshes (gemeinsamen Spielrunden) toben Pups miteinander, auf Events trifft sich das Rudel, und die Überschneidung mit der Latex- und Rubber-Szene ist riesig. Auf unserem Discord gibt es eine aktive Pet-Ecke, in der niemand komisch guckt, egal ob mit oder ohne Haube.

Konsens & Sicherheit

  • Rolle, Grenzen und No-Gos vorher klären, auch für Owner und Handler
  • Safeword oder nonverbales Signal vereinbaren, das jederzeit gilt
  • Knie und Handgelenke schonen: Schoner nutzen, Pausen machen
  • Ein Nein gilt auch auf vier Pfoten, und Aftercare gehört dazu

Wuff.

Die Pet-Ecke auf unserem Discord freut sich über Neugierige, mit und ohne Haube.