Die Grundregeln
Latex altert selten durchs Tragen, meistens durchs falsche Liegen: Licht, Ozon und Wärme machen Naturkautschuk spröde, fleckig und brüchig. Der ideale Lagerplatz ist deshalb dunkel, kühl und trocken, etwa ein Schrank, eine lichtdichte Box oder ein Kleidersack. Eingelagert wird grundsätzlich nur, was komplett trocken und leicht talkumiert oder silikonisiert ist.
Hängend oder liegend?
Catsuits, Kleider und Mäntel hängen am besten auf breiten Kunststoffbügeln, die das Gewicht großflächig verteilen. Kleinteile wie Handschuhe, Strümpfe und Masken liegen locker in Beuteln oder Boxen. Was nie passieren sollte: scharfes Falten und dauerhafter Druck. Beides hinterlässt Knickstellen, die nicht mehr verschwinden.
Farben strikt trennen
Latex-Farben wandern. Ein dunkles Teil, das längere Zeit auf einem hellen liegt, hinterlässt Schatten, die nicht mehr rausgehen. Besonders empfindlich sind Weiß und Transparent: Sie gehören einzeln verpackt und niemals in direkten Kontakt mit kräftigen Farben, auch nicht kurz in derselben Tasche.
Die unsichtbaren Gegner: UV und Ozon
Dass Sonnenlicht Latex ausbleicht und altern lässt, ist bekannt. Weniger bekannt ist Ozon: Es entsteht an Elektromotoren, alten Kühlgeräten und Kopierern und lässt Gummi feine Risse bekommen. Der Lagerplatz gehört also weder ans Fenster noch in den Keller direkt neben die Gefriertruhe.
Unterwegs
Für Events und Reisen gilt dieselbe Logik im Kleinen: jedes Teil getalkumiert in einen eigenen Beutel, helle Teile separat, und Schlüssel, Münzen und alles Metallische in ein anderes Fach. Warum Metall so gefährlich ist, steht im Artikel über kritische Materialien.
- Dunkel, kühl und trocken lagern
- Breite Kunststoffbügel oder liegend
- Getalkumiert in Beutel oder Box
- Helle und dunkle Teile trennen
- Direktes Sonnenlicht und UV
- Kontakt mit Metall
- Scharfes Falten und Dauerdruck
- Feucht einlagern